Lipikar-Familien

Machen Sie Kindern, die sich kratzen, das Leben leichter.

Die Isolation durchbrechen

Der Dermatologe hört den Familien zu.
Die wichtigste Aufgabe beim ersten Besuch ist die Beschreibung der Symptome, damit die atopische Dermatitis diagnostiziert und die Behandlung festgelegt werden kann. Das ist aber nicht alles. Es handelt sich hier um eine Krankheit, die den Patienten oft isoliert und die Familie beunruhigt. Scheuen Sie sich nicht zu beschreiben, wie Sie mit der Erkrankung im Alltag leben: Intensität des Juckreizes, Schmerz, Schlafstörungen, Selbstachtung, Angst und Probleme bei der Durchführung der Behandlung, Schule, Atmosphäre in der Familie, etc. Wenn Kinder alt genug sind um sich auszudrücken, wollen sie vielleicht über die Hautsymptome hinaus auch über ihre Gefühle reden.

Unterstützung durch familiäre Netzwerke.
Jeder Fall ist anders, und der Dermatologe ist der Partner der Wahl für die individuelle Behandlung der Erkrankung.
Wenn die Diagnose gestellt ist und atopische Dermatitis das Familienleben stört, kann die Unterstützung durch andere Eltern sehr hilfreich sein, um sich weniger einsam zu fühlen. Der beste Trost kommt von denen, die  gleiche Erfahrungen haben oder hatten. Eine solche Gelegenheit kann helfen, sich nicht mehr schuldig zu fühlen und neue Gewohnheiten anzunehmen, die bei anderen funktioniert haben (kalte Cremes, Kleidung, die während der Pollensaison drinnen getrocknet wurde, Eincremen der juckenden Stellen mehrmals am Tag etc.). Das engere Umfeld und auch die sozialen Netzwerke bieten  Gelegenheit, über die Krankheit zu sprechen.

Ein beliebtes Forum: Der Atopie-Workshop.
Mit wem könnten Sie die Last schlafloser Nächte teilen? Oder die stillen Kämpfe, die Erschöpfung und den Stress? Die Hoffnungen und Misserfolge? Mit einer Betreuerin in Gruppen organisiert, ist der Workshop ein Forum, in dem sich Patienten austauschen können.
Sie können ihre Fragen stellen und ihr Leiden darstellen: Spannungsgefühl, Kratzen, Unbehagen über das subjektive Bild – all das haben die betroffenen Patienten gemeinsam.

Atopie-Workshops sind ein Treffpunkt, an dem jeder Patienten kennenlernt, die ihm ähnlich sind. Sie können ihre Erfahrungen und Leiden teilen, sich verstanden fühlen und mit dem medizinischen Fachpersonal sprechen. An dem Ort lernt man, sich aus der Isolation zu befreien und das Gefühl des Ausgeschlossenseins zu überwinden.

Hierbei wird dem Patienten gezeigt, welche Mittel er selbst hat, um sein tägliches Leben zu verbessern und ihm zu helfen, Vertrauen in die Behandlung und Pflege zu fassen, was sonst nicht immer perfekt gelingt. Der Patient spricht über das Unbehagen, wenn andere ihn ansehen, lernt die Reflexe, wie er Schmerz und Juckreiz lindern kann und versteht die atopische Dermatitis und ihre Behandlung besser.
Der Patient lernt, seine Krankheit zu kontrollieren und dadurch besser mit ihr umzugehen.

Atopie-Workshops sind ein Treffpunkt, an dem jeder Patienten kennenlernt, die ihm ähnlich sind. Sie können ihre Erfahrungen und Leiden teilen, sich verstanden fühlen und mit dem medizinischen Fachpersonal sprechen. An dem Ort lernt man, sich aus der Isolation zu befreien und das Gefühl des Ausgeschlossenseins zu überwinden.

"Atopische Dermatitis ist kein Schicksal. Wir müssen mit unserem Umfeld und unserem Dermatologen darüber reden. Scheuen Sie sich nicht, ihm Ihre Angst vor Kortison zu berichten oder ihm zu sagen, dass seine letzte Anweisung nicht funktioniert hat.“
Professor Jean Francois Stalder, Leiter der Dermatologie an der Universitätsklinik Nantes

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