3 Fragen an einen Experten

Vorbeugung ist die beste Art, Cheilitis zu vermeiden.

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Cheilitis ist eine Entzündung der Lippen, die durch viele externe Faktoren ausgelöst wird. Die Lippen sind normalerweise weich und besitzen sehr geringe Mengen Keratin. Sie können aber trocken werden. Dann sammeln sich Hornabschilferungen an der Oberfläche an. Das ist unangenehm für die Patienten.

Wie sehen die Lippen von Patienten aus, die unter Cheilitis leiden?

Die Mukosa ist trocken, kleine Hornabschilferungen sind sichtbar.

In schlimmeren Fällen sind schmerzhafte, vertikale Risse vorhanden. Aufgrund der Trockenheit kommt es zu einem unangenehmen Brenngefühl. Ich beobachte bei meinen Patienten eine Neigung, sich die trockenen Lippen mit Speichel zu benetzen, was die Situation noch verschlimmert. Manchmal ist die Haut um den Mundbereich gereizt, trocken, gerötet und gerissen.

Wie kommt es zu rauen Lippen?

Die Lippen reagieren sehr empfindlich auf äussere Umstände.

Kälte und Sonne gehören zu den wesentlichen Auslösern für Cheilitis. Die kleinen Stückchen trockener Mukosa werden oft von den Patienten weggepflückt. Das führt zu Entzündungen, die die Cheilitis weiter verschlimmern. Auch eine Unverträglichkeit gegenüber Pflegestiften oder Lippenstiften, die Allergene enthalten, kann man beobachten. Die Stifte können zu Lippenekzemen führen, die sich auf dem gesamten äusseren Mundbereich ausbreiten. Auch Medikamente können zu trockenen Lippen führen.

Wie bekämpfen Sie Cheilitis?

Vorbeugung ist erst einmal das Wichtigste.

Dazu rate ich meinen Patienten, sobald es draußen kälter wird eine schützende Lippenpflege zu benutzen, die neutral, reichhaltig und frei von Allergenen (Konservierungsstoffe, Perubalsam) ist. In den Bergen oder der Sommersonne muss man eine schützende Lippenpflege mit Lichtschutzfiltern auftragen. Angewohnheiten wie Zupfen oder Benetzen der Lippen mit Speichel müssen aufhören. Wenn die Lippen rissig werden, empfehle ich Narbensalben, die gut verträglich sind. Bei einer Kontaktdermatitis muss man selbstverständlich den Reizstoff identifizieren und nicht mehr damit in Kontakt kommen.

 

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